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Eingetragene Begriffe unter V: 31

V-Stempel
Während des 2. Weltkrieges von der österreichischen Zensurstelle verwendete Stempel. Sie dienten zur besonderen Kenntlichmachung. Mit 30. Juni 1948 abgeschafft. V und V1 bis V26. Siehe auch D-Stempel.

V-Zettel
Kurzbezeichnung für Klebezettel (für Wertsendungen), wobei zwischen Klebezetteln für Wertbriefe und Klebezetteln (Nummernzetteln) für Wertpakete (Wertpaketzetteln) unterschieden werden muss.

Valeur déclarée
(franz. Wert angeben) ist im Weltpostverkehr vorgeschriebene Bezeichnung und Kennzeichnung für Sendung mit Wertangabe. Das große V als internationales Kurzzeichen für Valeur déclarée ist deshalb in vielen Ländern (auch bei der Deutschen Post der DDR) auf den Klebezetteln für Wertsendungen zu finden.

Verband Tschechoslowakischer Philatelisten
Abkürzung FCSF; nationale Philatelistenorganisation der Tschechoslowakischen Republik

Verfärbung
Bezeichnung für eine nachträgliche Veränderung von Farben durch Einfluss von Licht (ausbleichen) bzw. Sauerstoff oder Behandlung mit chemischen Mitteln (Verfälschung, Farbverfälschung). Auch Chemikalien die zur Reinigung von Marken verwendet werden oder unachtsames ablösen von Marken (Siehe Wasserbadabfärbung) kann zu Verfärbungen führen.

Verlagspostamt
Postdienststelle die den Großhandel mit Zeitungen und Zeitschriften wahrnimmt.

Versalien
Großbuchstaben einer Druckschrift im Gegensatz zu den Kleinbuchstaben die Gemeine genannt werden. Großbuchstaben in Höhe der Kleinbuchstaben werden als Kapitälchen bezeichnet.

Versandstelle für Sammlermarken
Eine (zentrale) Postdienststelle die auf Bestellung und im Abonnement (Dauerbezug) Postwertzeichen (an Sammler) versendet.

Verschlussmarke
andere Bezeichnung für Vignette

Verwaltungspost
Einrichtung des Zentralen Kurierdienstes in der DDR von Ende 1952 bis 30.09.1956 übliche, besonders gesicherte Versendungsart für Dienstpost staatlicher Stellen, Vereinigungen volkseigener Betriebe usw. mit wertvollem, jedoch nicht in Geldanlagen festlegbarem Inhalt (z.B. Verträge und Dokumente).

verwaschen
philatelistische Bezeichnung für den Erhaltungszustand einer Marke, deren Papier- oder Druck durch häufiges Wasserbad die ursprüngliche Frische und Tönung eingebüßt hat. Oft sieht das Markenbild verschwommen aus. Die verwaschenen Marken sind in ihrem Wert gemindert.

Vienna FDC
Ersttagsbriefserie mit dreisprachigem (deutsch, englisch, französisch) Erläuterungstext auf der Rückseite

Vielfachfrankatur
Die Freimachung einer Postsendung mit einer Vielzahl von Briefmarken, meist infolge geeigneter höherer Wertstufen, wie dies bei einem inflationistischen Währungsverfall vorkommt.

Viererblock
Bezeichnung für vier in zwei Zweierreihen zusammenhängende Briefmarken aus einem Schalterbogen. Spezialsammler unterscheiden noch zwischen Randviererblock und Eckrandviererblock.

Vignette
Werbemarke (markenähnlicher Druck) ohne Frankaturkraft, der entweder als Schmuck auf einen Brief hinzugeklebt wird, oder einzeln gesammelt wird. Bei vielen Sammlern als Ergänzung zu einer bestimmten Briefmarkenausgabe sehr beliebt.

Vignettenblock
Markenähnlicher Druck in Blockform ohne Frankaturkraft, der entweder als Schmuck auf einen Brief hinzugeklebt wird, oder einzeln gesammelt wird. Bei vielen Sammlern als Ergänzung zu einer bestimmten Briefmarkenausgabe sehr beliebt.
Werbung meist von privater Herkunft einer Firma, Veranstaltung (Briefmarkenausstellung).

Visolett-Lupe
Würfelförmige Aufsetzlupe, die das an den Seitenkanten einfallende Licht bricht und dadurch das Blickfeld aufhellt. Die Grundfläche ist eben, so dass die Visolett-Lupe auf den zu betrachtenden Gegenstand direkt aufgesetzt werden kann.

Vlèek, Jindra
Der am 5. September 1885 in Malá Skalice geborene und am 22. März 1968 in Hradec Králové gestorbene Maler, hinterlieé beinahe 30 Briefmarkenentwürfe die alle aus der Vorkriegs-Tschechoslowakei oder aus der unabhängigen Slowakei während des Kriegs stammen.

VÖPh
Logo des VÖPhVerband Österreichischer Philatelistenvereine, 16 regionale Vereine mit über 3000 Mitgliedern gründeten am 9. März 1921 den VÖPH. Der damals junge Verband entwickelte bald eine rege Tätigkeit in der Zusammenarbeit mit der österreichischen Post bei der Organisation von kleinen Ausstellungen und als Prüfungsstelle für Postwertzeichen. Im Jahre 1926 gehörte der VÖPH zu den Gründungsmitgliedern des internationalen Dachverbandes, der FIP.
Trotz aller Erfolge brachte es der VÖPH nicht zu einem eigenen Verbandsheim. Dazu kam es erst durch den bedeutsamen Beschluss, 1933 eine Weltausstellung der Philatelie, die WIPA 1933, in Wien abzuhalten. Die WIPA 1933 war ein großartiges Ereignis und blieb für Jahrzehnte Vorbild internationaler Briefmarkenausstellungen. Zwei Jahre später wurde am 1. Dezember 1935 weltweit zum ersten Mal der "Tag der Briefmarke" gefeiert.
Mit der Eingliederung Österreichs in das Deutsche Reich verschwand nicht nur Österreich von der Landkarte, auch der Verband wurde aufgelöst. Erst nach Kriegsende entstand in der damaligen Zeit der Not und des Elends am 15. Juli 1945 der VÖPH neu. 1949 wurde im Ministerrat erstmals der Beschluss gefasst, zum Tag der Briefmarke eine eigene Zuschlagsmarke herauszugeben. 1950 trat der Verband im Rahmen der Feier "100 Jahre österreichische Briefmarke" zum ersten Mal wieder in die Öffentlichkeit.
Die WIPA 1965 stellte nicht nur die erfolgreiche Wiederaufnahme einer Tradition in der Zweiten Republik dar, die Zusammenarbeit aller österreichischen Philatelistenvereine legte auch den Grundstein für die heutige Arbeit im Verband. Die große Wettausstellung der Philatelie, die WIPA 1981, war nicht nur ein philatelistisches Ereignis, sondern auch ein gesellschaftlicher Erfolg.
Heute ist der Verband vitaler denn je. Die Verbandszeitschrift "Die Briefmarke" zählt zu einer der besten und kompetentesten Fachzeitschriften Europas. Eine rege Zusammenarbeit besteht mit der Österreichischen Post, dem Händlerverband sowie mit dem Verband Österreichischer Briefmarkenprüfer. Den letzten öffentlichkeitswirksamen Meilenstein setzte der VÖPH mit der Veranstaltung der "TRILATERALE Gmunden '95', eine Ausstellung im Zusammenarbeit mit den deutschsprachigen Verbänden Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, und seiner Jubiläumsfeier zum Anlass seines 75jährigen Bestehens in Graz.

VÖB
Verband Österreichischer Briefmarkenprüfer

Vogt, Artur
geboren 1894, gestorben 1964, war bekannter Philatelist der DDR; Er erwarb sich grße Verdienste beim Aufbau der philatelistischen Organisation in der DDR und war von 1951 bis zu seinem Tode Vorsitzender der Zentralen Kommission Philatelie beim Präsidialrat des Kulturbundes der DDR. Er schrieb Heft 5 der Philatelistischen Schriftreihe "Was die Briefmarken der DDR erzählen" (1959).

Vollgummi
Philatelistische Bezeichnung für die übliche Art der Gummierung für den Briefmarkendruck vorgesehener Papiere, wobei eine Seite des Papiers vollständig mit Klebstoff versehen ist im Gegensatz zum Spargummi, bei dem kreisförmig ausgesparte Teile der Papierfläche ungummiert ist.

vollrandig
Bezeichnung für eine geschnittene Marke, deren Schnittlinie nirgends den Rand des Markenbildes berühren. Bedeutet meist Werterhöhung der Marke.

Vollstempel
Stempeldruck der das Postwertzeichen (nahezu) zentrisch getroffen hat, so dass der Aufgabeort (Postamtsbezeichnung), das Datum, gegebenenfalls auch der Unterscheidungsbuchstabe (gut) lesbar sind.

Vorausentwertung
Entwertung vollständiger Markenbogen durch Druck, Abstempelung oder Tintenstriche vor dem Verkauf; durch bei/für Massensendungen verwendete Marken, gebräuchlich z.B. in Frankreich seit 1893, Belgien seit 1894 und den USA.

Vordruckalbum
Sammelalbum mit Blättern, auf denen die Briefmarken oder Belege eines bestimmten Landes oder Motivgebietes vorgedruckt sind.

Vordruckblatt
Einlageblatt für ein Sammelalbum (Briefmarkenalbum), auf dem die zu sammelnden Briefmarken in Farbe oder s/w abgebildet bzw. vorgedruckt sind.

Vorjury
Eine vor größeren Ausstellungen von einem Jurykollektiv (Siehe Juror) vorgenommene erste kritische Durchsicht der zum Ausstellen angemeldeten oder vorgesehenen Sammlungen. Die Vorjury entscheidet welche Sammlungen endgültig zur Ausstellung zugelassen werden und gibt den Ausstellern gegebenenfalls noch Hinweise und Ratschläge wie das Exponat vor Ausstellungsbeginn noch verbessert werden kann.

Vorläufer
Postwertzeichen die in einem Gebiet (z.B. deutsche Kolonien) verwendet werden durften, bis es dort eine eigene Post gab.

Vorphilatelie
Oder Altbriefkunde ist das systematische sammeln, erforschen und auswerten von Briefen (Siehe Altbrief), deren Abstempelung, postalischen Vermerke usw. aus der Zeit vor Einführung der Briefmarke, also vor 1840.

VSPHV
Verband Schweizer Philatelistenvereine

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