FälschungGanzfälschung bzw. Teil- oder Verfälschungen. Bei der Ganzfälschung ist die ganze Marke falsch. Teil- bzw. Verfälschung kann erfolgt sein durch Anbringung falscher Zähnung, Abstempelungen oder falscher Aufdrucke zur Vortäuschung teurer Markenarten. Heute ist insbesondere vor Gummifälschungen, den berüchtigten Nachgummierungen zu warnen, welche sog. 'Restauratoren' zum Schaden der Sammler in bisweilen exzellenter Weise auf ungebrauchte Marken anzubringen verstehen. Teure Marken sollten daher nur kompetent geprüft oder im gut berufenen Fachhandel erworben werden.
Färöer
Eigenname Føroyar, dänische Inselgruppe zwischen Schottland und Island. Eigene Briefmarkenausgaben seit dem 30. Jänner 1975.
FACITName des schwedischen Standard-Kataloges für die Skandinavischen Länder: Schweden, Norwegen, Dänemark, Färöer, Grönland, Island, Finnland und Åland.
Faksimilievon privater Seite hergestellte, meist gekennzeichnete Nachahmung von bereits existierenden Marken.
FalzOder Klebefalz ermöglichte in der Frühzeit der Philatelie die Befestigung der Briefmarke im Album, als Einsteckalben und Klemmtaschen noch unbekannt. Der Klebefalz ist ein kleiner, beidseitig gummierter, Papierstreifen, welcher beim Gebrauch die postfrische Marke einem Teil deren Gummierung beraubt. Falzmarken sind, obgleich durchaus sammelwürdig, heute minderwertig; Vorsicht vor entfalzten und durch Manipulation der Gummierung verfälschten Marken, wovor Sie sich nur beim Kauf im gutberufenen Fachhandel schützen können.
Farbenzeichen| Abk. der Farbenzeichen |
kar.= karmin lebh.= lebhaft ol.= oliv or.= orange säm.= sämisch schw.= schwarz ultram.= ultramarin vio.= violett Gra= grauer Aufdruck | Gr= Grüner Aufdruck K= karminer Aufdruck Ku= kupferner Aufdruck L= lila Aufdruck Or= orange Aufdruck R= roter Aufdruck S= schwarzer Aufdruck Si= silbner Aufdruck V= violetter Aufdruck |
FDCinternational gebräuchliche Abk. für
First
Day
Cover (Ersttagsbrief)
FederstrichentwertungPostalische Entwertung einer Marke durch Tintenstriche. Bei älteren Marken nicht wertmindernd.
FederzugMittels Tintenstrich oder -kreuz, oder Unterschrift des entwertenden Beamten, oft bei klassischen Marken, bzw. bei fiskalisch verwendeten hohen Werten, z.B. auf Jagdscheinen für Großwild in verschiedenen britischen Kolonialgebieten Afrikas.
FehldruckNicht zu verwechseln mit einem Druckfehler; Ein Fehldruck ergibt sich, wenn während des Druckes oder der Vorbereitung hierzu technisch etwas falsch gemacht wird. Farbverwechslung = Farbfehldruck, Papierverwechslung = Wasserzeichenfehldruck usw. Eine besondere Form des Fehldrucks ist der Plattenfehler.
FehllisteZusammenstellung der in einer Sammlung noch fehlenden Objekte
fein, feinst, bestens repräsentierend, optisch gut, DekostückEs handelt sich um ein noch sammelwürdiges Stück, das einen oder mehrere kleine Fehler hat. Eine solche Marke kann auch repariert oder verschönt sein. Es werden meistens nur sehr seltene Marken in dieser geringsten Klasse angeboten. Man sollte stets (wenn es das Portmonaie zulässt) ein besseres Stück erwerben.
FeldpostBegriff für Briefsendungen von im Einsatz befindlichen Soldaten.
Felzmann, UlrichEr gründete 1976 in der Stresemannstrasse in Düsseldorf die Felzmann-Auktionen und veranstaltet am 30. Juni seine 1. Auktion.
In April 2002 fand die 100. Auktion statt.
FensterHelle Stelle der Marke, am besten rückseitig sichtbar, entsteht durch unsachgemäßes Entfernen der Marke von dem Papieruntergrund, durch Abreißen oder unvorsichtige Entfernung hartnäckiger Gummierung im Wasserbad.
FFCAbk. für
First
Flight
Cover
Filatelieerlaubte Schreibweise für Philatelie
Finnland
Finland, Finlande und Suomi findet man als Länderbezeichnung auf den Briefmarken. Eigene Briefmarkenausgaben seit dem 3. März 1856.
FIPFédération
Internationale de
Philatelie, internationaler Dachverband der nationalen Philatelistenverbände (z.B. VÖPH).
Die FIP wurde 1926 in Paris mit dem Ziel von Befördern von Philatelie in ihrem, auf internationaler Ebene, ganzem Umfang.
Gegenwärtig vertritt sie 69 nationale Mietgliedsverbände aus der ganzen Welt.
An die Spitze der Föderation befindet sich ein Aufsichtsrat, der aus einem Präsident besteht, drei stellvertretende Laster-Präsidenten und fünf Aufsichtsratsmitglieder. Das Sekretariat wird von einem Generalsekretär betreut. Neben dem Ausschuss, hat die FIP elf Kommissionen/Sektionen, mit einem Präsidenten und einem sechs köpfiges Sekretariat. Jede Sektion betreut einen bestimmten Bereich der Philatelie wie beispielsweise : Aerophilatelie, Astrophilatelie, Verhinderung von Fälschungen, Maximaphilie, Philatelistische Literatur, Post-Geschichte, Post-Briefpapier, Thematische Philatelie, Traditionelle Philatelie und Jugend-Philatelie.
Seit kurzem gibt es eine Sektion für Steuermarken. Die Sammler haben sich stark daran interessiert. Erst nachdem diese Branche vier Jahre lang an nationalen und internationalen Ausstellungen ausprobiert wurde, wurde daraus eine dauernde Sektion gemacht.
Vor einiger Zeit wurde eine Kampagne FIP gegen schädliche Ausgaben gewisser Postämter, die den 1989, am Kongress von Washington verabschiedete Ethikkod der UPU über die Ausgabenpolitik der Postwertzeichnen verletzt, durchgeführt. Dieser Feldzug wurde aktiv von der "
Association Internationale des Editeurs de
Catalogues de Timbres-poste (ASCAT)" unterstützt.
Seit Kurzem findet eine enge Zusammenarbeit über die Probleme der Philatelie zwischen der UPU und der ASCAT statt. Im April 1991 wurde ein Symposium mit der FIP, der IFSDA, der ASCAT, und Postverwaltungen aus der ganzen Welt in Bern veranstaltet. Zusammenarbeit zwischen den drei Organisationen ist noch nie so gut gewesen wie heute.
FISAFédération
Internationale des
Sociétés
Aérophilatéliques, internationaler Dachverband der nationalen Luftpostsammlervereine.
FlachdruckEine von drei Hauptgruppen in welche die Druckverfahren unterteilt werden. Die druckenden und nicht druckenden Teile liegen auf einer Ebene. Durch das natürliche Prinzip des Abstoßens von Fett und Wasser nehmen nur die druckenden Teile Farbe an. Die beiden anderen Druckverfahren sind Hochdruck und Tiefdruck. Vertreter des Flachdruckes sind der Offsetdruck und der Steindruck.
FlugpostIn der philatelistischen Literatur und im Gespräch unter Sammlern noch häufig gebrauchte Bezeichnung für (amtl.) Luftpost.
FluoreszenzIm automatisierten Postbetrieb werden zur elektronischen Steuerung des Briefmarkensortiervorgangs seit einigen F.-Marken verwendet. Dem Papier dieser Marken ist bei der Herstellung Leuchtstoff beigemengt worden.
Flying Rocket, TheEine niederländische Zeitung, die sich ausschließlich mit den Problemen der Raketenforschung und Raketenpost beschäftigt. Erscheinungsort: Amsterdam.
Franke, Rupertösterreichischer Briefmarkenstecher, geboren am 30. Oktober 1888 in Wien
Frankreich
France oder RF findet man als Länderbezeichnung auf den Briefmarken.
Freimarken
Dauermarken und Sondermarken, die zum Frankieren der Post des allgemeinen Publikums verwendet werden.
FreistempelIn Österreich roter Stempelabdruck, der vom Absender oder in dessen Auftrag von der Post angebracht wird. Freistempelmaschinen erlauben eine einfache und zeitsparende Freimachung von Briefstücken. Frankiermaschinen sind in Großfirmen bereits in den EDV-Anlagen angegliedert.
FreistemplerPostbearbeitungsmaschine die das Freimachen von Sendungen mit Postwertzeichen durch den Abdruck des Freistempels ersetzt. Je nach Standort wird zwischen Absenderfreistempler (bei großen Betrieben, Dienststellen usw.) und Postfreistempler (wird vor allem zur Freimachung größerer Mengen gleichzeitiger Sendungen eingesetzt) unterschieden. Die ersten Freistempler wurden 1897 in den USA verwendet, in Europa ab 1906 in Ungarn.
Fresacher, Dr. HadmarFIP-Juror für Postgeschichte