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Eingetragene Begriffe unter B: 77

BA
Briefmarkenausstellung

Bach, Jean-Paul
Er ist ein gebürtiger Basler und gründete 1973 im jungen Alter von 20 Jahren den BBV-Buchverlag und schaffte damit den Einstieg in den Briefmarken-Detailhandel. 1981 erfolgte die Gründung der Interphila AG Basel, die mit der Durchführung von internationalen Auktionen in Zürich, Winterthur und Basel betraut war. Seit 1991 trägt die Firma den Namen "Jean-Paul Bach AG" und nimmt heute im schweizerischen Briefmarken-Versandhandel unbestritten die führende Position ein. Jährlich werden durch das leistungsfähige Unternehmen 4 bis 5 Festpreisangebote mit jeweils ca. 4000 bis 5000 Positionen aus aller Welt und zusätzlich 10 verschiedene Sonderangebote versandt. Jean-Paul Bach ist Mitorganisator von bedeutenden Ausstellungen, Juror und auch leidenschaftlicher Sammler. Seine Spezial-Kollektion "Basel-Land" wurde schon mehrfach mit Groß-Gold ausgezeichnet. Darüber hinaus ist Jean-Paul Bach auch Autor von Fachliteratur, so hat er zusammen mit Felix Winterstein den Bestseller "Basler-Taube" im Jahre 1995 verfasst. Als Kolumnist für die Schweizerische Briefmarken-Zeitung veröffentlicht er in seiner monatlich erscheinenden Rubrik "geschnitten und gezähnt" wertvolle und aktuelle Informationen zur Praxis der Philatelie. Jean-Paul Bach ist zudem seit vielen Jahren Mitglied im Schweizerischen Händler-Verband und bekleidet dort wichtige ämter im Vorstand. Die Tätigkeiten von Jean-Paul Bach sind vielfältig. Als Mitglied der Briefmarken-Prüfstelle Basel BPB stellt er weltweit anerkannte Expertisen aus. Von Bedeutung sind besonders die zahlreichen wichtigen Kontakte zum Briefmarkenhandel und zu Sammlern in der Schweiz und auch im Ausland, die Jean-Paul Bach persönlich pflegt. Ständig ist er auf der Suche nach gut ausgebauten Länder-Sammlungen, Posten und Partien in jeder Größenordnung. Sein Erfolg liegt im großen Sachverstand und der persönlichen Beratung in allen Belangen der Philatelie.

Baden
Briefmarke aus BadenBis 1918 deutsches Großherzogtum mit eigenen Briefmarkenausgaben zwischen dem 1. Mai 1851 und dem 31. Dezember 1871.



BAG
Abk. für Betriebsarbeitsgemeinschaft (Philatelie) des Philatelistenverbands im Kulturbund der DDR.

Bahnhofsbriefkasten
War Anfang des 20 Jh. bei der früheren Deutschen Reichspost ein auf einem Bahnhof ohne Postannahme befindlicher Briefkasten.

Bahnhofspostamt
Ein Postamt mit Postannahmebefugnissen das im Bereich eines Bahnhofs untergebracht ist.

Bahnhofssendung
Eine Briefmarkensendung die mit einer vom Absender vorgeschriebenen Postverbindung befördert wird.

Bahnhofsstempel
Bezeichnung für Poststempel mit dem Ortsnamen und zusätzlicher Inschrift Bahnhof in der Landessprache.

Bahnpost
BahnpostwagenAbk. lautet BP. Postdienststelle in einem Eisenbahnzug die meist in besonderen Bahnpostwagen zu finden war.
Erstmals am 6.1.1838 zwischen London und Birmingham betrieben, wurden Bahnposten bald auch in Deutschland, ab dem 1.4.1848 zunächst in Baden, ab dem 1.5.1849 in großem Maßstab in Preußen, eingesetzt, nachdem Post bereits ab 1839 mit der Bahn befördert worden war. Ende 1851 besaß die preußische Postverwaltung bereits 92 Bahnpostwagen.

Bahnpostamt
Abk. ist BPA. Eine Postdienststelle (Postamt) die für den Einsatz des Begleitpersonals in der Bahnpost und die Beförderung von Postsendungen und Presseerzeugnissen in Eisenbahnzügen verantwortlich ist.

Bahnpoststempel
Der Tagesstempel der Bahnpost der sich durch seine Form und Inschrift von den Tagesstempeln der meisten Postämter unterscheidet.

Balkenstempel
Poststempel dessen Abdruck durch das Stempelelement "Balken" bestimmt wird. Die Balkenstempel bilden eine besondere Gruppe der Poststempel und kamen vor allem im 19. Jh. vor.
Aufgrund des Stempelbildes mit seinen groben Linien und Strichstärken werden manche dieser Balkenstempel auch Killerstempel genannt, da nach dem Abstempeln vom Markenbild kaum noch etwas zu sehen war. Bei den meisten Sammlern sind solche Killerstempel deshalb nicht sehr beliebt.

Ballonpost
Postbeförderung mittels unlenkbarem Freiballon. Aus postalischen Erfordernissen wurde die Ballonpost wegen der Unlenkbarkeit und Wetterabhängigkeit des Ballons bisher nur bei dringender Notwendigkeit eingesetzt. So wurde z. B. im deutsch-französischen Krieg 1870/71 aus den von den deutschen Interventionstruppen eingeschlossenen Städten Metz und Paris auch Post mit Freiballons ausgeflogen.
In Österreich werden Flüge überwiegend von der Pro Juventute veranstaltet.

Baltische Philatelist, Der
In der Zeit von 1920 bis 1933 erscheinende philatelistische Fachzeitschrift.

Bandaufdruck
Ist die Bezeichnung für die Marken der Kontrollratsserien anlässlich der Währungsreform von 1948. Daneben gab es noch gleiche Marken mit Netzaufdruck.

Barfreimachung
Ist eine besondere Form der Entrichtung der Postgebühren für am Schalter eingelieferte Sendungen, die nicht mit Postwertzeichen freigemacht sind. Barfreimachung wird vor allem bei Markenmangel und Masseneinlieferungen gleichartiger Sendungen angewandt. Die Barfreimachung wird durch einen handschriftlichen Vermerk (z. B. "Gebühr bezahlt") oder Abdruck eines Barfreimachungsstempels kenntlich gemacht.

Barmer Fälschung
Die so genannte Barmer Fälschung wurde 1882 in Barmen zum Schaden der Post gefälscht. Es wurden ca. 140 000 Stück in den Verkehr gebracht, wovon nur noch wenige Exemplare erhalten sind.

Basler Taube, Die
Schweizerische philatelistische Fachzeitschrift. Hauszeitung der Ernst Müller AG.

Bauer, Carl Franz
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren am 13. Juli 1879 in Wien.

Bavaria
Die "Bavaria" hatte 1999 ihr 50jähriges Bestehen gefeiert. Bei dieser Gelegenheit kam es zur Aufarbeitung der Geschichte dieses Münchener Traditionsvereines: Ein anderer Traditionsverein Münchens, die "TAUMA", hatte damals einen Tauschtag pro Woche. Das war jedoch vielen Mitgliedern zu wenig. Man wollte sich öfters treffen und es erschien der Samstag am günstigsten. Das "Helgoland" an der Ecke Fraunhofer-/Reichenbachstraße wurde zum ersten Vereinslokal in der Geschichte. Man traf sich dort regelmäßig samstags ab 14 Uhr. Diese Treffen verstießen jedoch gegen ein seinerzeit gültiges Kontrollgesetz, das lose Zusammenkünfte ohne eine bestehende Vereinssatzung nicht genehmigte. So musste ganz offiziell ein Verein gegründet werden. Dies geschah, wie im Vereinsprotokoll nachzulesen ist, am 05. Februar 1949 in Anwesenheit von 65 Sammlern.
Am 24. April 1949 kam es zur ersten Hauptversammlung, bei der Kriminalkommissar Max Freidhofer zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Bereits am 26. März wurde der Beschluss gefasst, regelmäßig vereinsinterne Auktionen durchzuführen. Diese Tradition schlief später ein und wurde vor einigen Jahren recht erfolgreich wieder belebt. Ab 1950 wurde eine Weihnachtstombola durchgeführt, die etwas abgewandelt auch heute noch existiert und sehr beliebt ist. In diesen Anfangsjahren wuchs und gedieh der Verein. Er wurde zum größten Verein Bayerns. Eine Bestimmung des Landesverbandes Bayerischer Philatelistenvereine e.V. von 1951 legte fest, dass der 1. Vorsitzende des LV vom mitgliedsstärksten Verein kommen muss. Infolge dessen wurde Herr Holub, unser damaliger Vereinsvorsitzender, einstimmig zum Landsverbandvorstand gewählt. Die "BAVARIA" zählte zu diesem Zeitpunkt über 200 Mitglieder.
Die Abfolge der 7 Vereinsvorsitzenden ab 1949: Max Freidhofer - Josef Stecher - Hans Holub - Felix Pienssel - Paul Wolters - Karl Ritschel - Thomas Hitzler.
Namhafte Philatelisten waren Mitglieder des Vereines - darunter Franz Pfenninger und Kurt Wolter. Nicht unerwähnt dürfen folgende Ausstellungen des Vereines bleiben: Die "Bavarica" `86 im Olympiastadion, die "Bavarica" '89 im Gasteig und die "Bavarica" `92 in Haar bei München.

Bayern
Briefmarke aus BayernBis 1918 Königreich, anschließend Republik mit eigenen Briefmarken- und Ganzsachenausgaben zwischen dem 1. November 1849 und dem 1. April 1920.
Bavaria und Bavière findet man als Länderbezeichnung auf den älteren Briefmarken.

BB
1. Briefmarkenbörse
2. Berliner Bahnhof im Tagesstempel von Leipzig 2 in der Zeit
    von 1898 bis 1906

BDB
Logo des BDBBundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer e.V.






BDP
Bezirksdirektion der Deutschen Post

BDPh
Logo des BDPhBund Deutscher Philatelisten e.V., Dachorganisation der Briefmarkensammlervereine in der Bundesrepublik Deutschland.
Dem 1947 in Köln gegründetem Sammlerverband gehören rund 70 000 Mitglieder in fast 1 500 Vereinen an.
Er gliedert sich in Landesverbände und mehr als 170 Arbeitsgemeinschaften zur Postgeschichte und thematischen Philatelie. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurden die im Kulturbund der DDR organisierten Sammlervereine in den BDPh aufgenommen. Der BDPh arbeitet eng mit der Deutschen Post und dem APHV zusammen.
Der BDPh bringt für Mitglieder die Fachzeitschrift "philatelie" heraus.

Bedarfsbrief
Brief der dem privaten Gedankenaustausch, geschäftlicher Korrespondenz oder ähnlichem tatsächlichem Bedarf dient. Ein Bedarfsbrief entsteht unbeeinflusst von philatelistischen Belangen, im täglichen Leben.

Beleg
Gesamtheit aus Briefmarke, Stempel und Kuvert oder Karte (z.B. Ersttagsbriefe, Ganzsachen, Maximumkarten, Ausstellungskarten).

Belgien
Briefmarke aus BelgienBelgium, Belgique oder Belgie findet man als Länderbezeichnung auf den Briefmarken.





Berner Briefmarken Zeitung
BBZ aus dem Jahr 1930Auch BBZ; internationale weitverbreitete Schweizer philatelistische Fachzeitschrift mit den Nachträgen zu den Zumstein Schweiz-Katalogen und den Michel Europa-Katalogen. Die BBZ erschien 2001 bereits im 93. Jahrgang - ein Beweis für die steigende Beliebtheit.
Neben dem Text sehen Sie eine BBZ-Ausgabe aus dem Jahr 1930.





Berufsphilatelist
Im Gegensatz zu Hobby-Sammlern, Fachleute, die sich hauptberuflich mit Briefmarkenkunde beschäftigen. Sie verkaufen nicht nur nach Katalog oder Neuheitenliste Briefmarken, sondern verfügen über umfangreiche philatelistische Kenntnisse. Zum Teil sind sie selbst Sammler und können ihre Kunden im philatelistischen Sinne beraten.

Besatzungszone, britische
British Possessions und Possessions anglaises findet man als Länderbezeichnung auf den Briefmarken.

Besatzungszone, französische
French Possessions und Possessione Françaises findet man als Länderbezeichnung auf den Briefmarken.

Besatzung, niederländische
Portuguese Possessions und Possessions Portugaises findet man als Länderbezeichnung auf den Briefmarken.

Bestätigungsstempel
Auch Cachet, amtlicher aber nicht der Markenentwertung dienender Stempel, der entweder auf eine besondere Beförderungsart oder die Teilnahme an einer Ausstellung hinweist.

BF
Briefmarkenfreunde

Bildermarken
Österreich brauchte im Jahre 1908 die erste Bildermarken heraus. Diese wurde vom Grafiker Koloman Moser gestaltet.

Bildpostkarte
Postamtlich verausgabte Postkarte mit zusätzlichem Bild. Das Bild dient meist werblichen Zwecken und wird durch einen kurzen Text ergänzt. Bildpostkarten sind in Österreich sehr beliebt.

Blanko-Kuvert
Brief-Kuvert zur weiteren Verwendung durch Sammler.

Blaue Karte
Andere Bezeichnung für die Ausstellungskarten der UNO-Genf, die auf blauem Karton gedruckt werden. Die Ausstellungskarten der UNO-Wien sind weiß, die der UNO-New York grün.

Blaue Liste
Eingebürgerter Begriff für vorgedruckte Fehllisten von Österreich und der UNO-Wien.

Blaue Mauritius
MauritiusbriefBezeichnung für die wahrscheinlich berühmteste Briefmarke der Welt, die Mauritius-Marke Michel-Nr. 2 (Two Pence), von der nur noch sechs ungebrauchte und sechs gestempelte (davon drei auf Brief) Exemplare erhalten sind. Ihren Ruhm verdankt die blaue Mauritius dem Irrtum ihres Schöpfers, des Amateurstechers und Entwerfers Jules Barnard, der neben dem Kopf der Königin Viktoria 1847 "Post Office" statt richtig "Post Paid" stach.

Blecha, Mag. Wilhelm
Zweiter und letzter Präsident der Postdirektion Salzburg. Seine Amtszeit als Präsident in Salzburg begann am 1 September 1997. Am 1. Juli 2000 trat Mag. Wilhelm Blecha nach 41 Dienstjahren in den wohlverdienten Ruhestand ein. Als Förderer der Philatelie weit über die Grenzen Salzburgs bekannt, haben die Salzburger Briefmarkensammlervereine am 10. November 2000 ein Sonderpostamt mit Sonderstempel für ihn indiziert.

Blechner, Heinrich
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren am 7. März 1895 in Wien.

Blindprägung
Ein verhältnismäßig selten angewendeter Effekt bei der Herstellung von Briefmarken zur reliefähnlichen farblosen Hervorhebung bestimmter Motivmerkmale.

Block
Block aus FrankreichDie Abk. lautet Bl., Mehrzahl Blocks (Auf keinen Fall Blöcke, weil so nur die Felsblöcken bezeichnet werden!) , mehrer Marken, die von einem breiten, heute vielfach verzierten und beschrifteten Rand - also einen "Briefmarke im Sonntagskleid", Briefmarkenbogen mit breitem Rand, der verziert sein kann. Blocks werden am Schalter nur im Ganzen verkauft. Für Blocks wird fast ausschließlich Kastenzähnung angewandt. Noch etwas zur Geschichte: 1923 erschien der erste Block in Luxemburg. 1925 folgte dann Frankreich mit einer zweiten Blockausgabe. Erst 1930 kam der erste Deutsche Block heraus. Mittlerweile gibt es in den meisten Ländern Blocks.

Bogen
Kurzbezeichnung für Schalterbogen

Bogen-Sammlung
Von vielen deutschen Briefmarken existieren nur noch wenige komplette Druck- oder Schalterbogen. Diese Bogen bieten dem Spezialisten ein reiches Feld der Forschung, etwa zu Fragen der Plattierung und der Bogenfeldbestimmung. Viele Fragen sind nur mit einem kompletten Bogen vollständig zu beantworten.

Bordstempel
Zusätzlicher Stempel an Bord von Luftschiffen oder Schiffen, der die Beförderungsart bestätigt (z.B. "An Bord LZ Hindenburg").

BPP
Logo des BPPBundes Philatelistischer Prüfer e. V., Sie stehen zur Durchführung von philatelistischen Prüfungen zur Verfügung. Ihre Tätigkeit dient der Feststellung der Echtheit und Erhaltung von Briefmarken, Abstempelungen oder anderen philatelistischen Belegen.




Brezina, Robert
Österreichischer Briefmarkenkünstler, geboren am 20. Mai 1878 in Wien.

Briefkasten
BriefkastenBriefkästen dienen der Einlieferung gewöhnlicher Briefsendungen. Bereits im 17. Jahrhundert nutzten Seefahrer gravierte Steine als "Steinbriefkästen" zur Übermittlung von Nachrichten. Mit dem Ausbau des Postnetzes in Europa und dem steigenden Briefaufkommen wurde nach der Liegnitzer "Post Capsell" als Vorläufer ab 1824 durch königlichen Erlass die Aufstellung von Briefkästen in Preußen angeordnet.

Briefmarke, Die
Verbandszeitschrift des VÖPh
Die Briefmarke

Briefmarke, randlose
Briefmarke deren Markenbild nicht (durch eine Randlinie) gegenüber unbedruckten Teilen abgegrenzt ist.

Briefmarke, textile
Als Weltneuheit erschien im Juli zur NABA 2000 die erste textile Briefmarke. Jetzt werden einige Sfr. meutern und sagen "gab's 1963 schon mal – den Dederon-Block" der DDR. Fast richtig, aber auf den Block 18 (Mi.-Nr.950-951) wurde das Motiv raufgedruckt, während bei der Schweizer Ausgabe kein Druckvorgang erfolgte. Das Motiv, die Wertangabe und die Landesangabe sind eingestickt. Es ist eine Stickerei-Briefmarke.

Herstellung
textile BriefmarkeDie Bischoff Textil AG in St. Gallen (CH) wurde mit der Herstellung beauftragt. Auf einer Satin Grundlage von 9,40 Breite wurden 340 Marken mit einem Polyestergarn eingestickt. Die Stickung erfolgte in zwei Arbeitsgängen. Zuerst der hellblaue Faden für das Motiv und dann der dunkelblaue Faden für die Wertangabe (5,00 SFr) und die Landesbezeichnung. Die Marke erhielt somit einen 3D Charakter. Anschließend erhielt die Satingrundlage rückseitig eine doppelseitige Klebeschicht, die wiederum mit einer Silikonschutzfolie versehen wurde. Alle Marken sind ungezähnt.

philatelistischen Behandlung
Es ist sinnvoll, auch ungestempelte Marken von der Klebeschicht zu befreien, da bis heute nicht bekannt ist, wie sich Kleber und Marke chemisch auf lange Zeit zueinander verhalten. Das Abweichen, sollte wie bei allen selbstklebenden Marken, im lauwarmen Wasserbad erfolgen.
Auf Grund der Herstellung, der postalischen Beförderung und der Lagerung kommt es sicher zu vielen Farb- und Größenabweichungen. Da man sicher auch die Stickfäden ziehen kann, sind sog. Abarten vorprogrammiert. Ich bin der Meinung, dass man bei dieser Ausgabe sog. Abarten als normal ansehen sollte und nicht auf die Tricks der Händler hereinfallen sollte.

Briefmarkenbörse, Die
philatelistische Fachzeitschrift aus der Schweiz

Briefmarkengeld
In Österreich wurde ab Juli 1923 Briefmarken-Kapselgeld durch die Trafiken Österreichs oder die jeweiligen Besteller dieses Markengeldes, in Wien durch die Kassen der städtischen Unternehmen, in Umlauf gesetzt. Finanzministerium und ÖNB hatten für die private Herstellung dieses "Not- und Reklamegeldes" unter Verwendung postalisch gültiger Briefmarken ihre Zustimmung gegeben und unterstützten Herstellung und Vertrieb. Wohl stand die Einführung eines Markengeldes nicht unmittelbar in Zusammenhang mit der Ausprägung neuer aber erst Anfang 1924 verfügbarer Münzen. Doch sah man in dieser Maßnahme eine für den Staat kostengünstige Übergangslösung zur Erleichterung des Zahlungsverkehrs.

Briefmarkenkünstler
Jeder Mensch, der jemals eine Briefmarke für eine Postverwaltungen entworfen und/oder gestochen hat.

Briefmarkenpaket
Sammlerbegriff für ein unter Klarsichtfolie untergebrachte Zusammenstellung von 25, 50, 100 oder mehr verschiedenen Marken eines Landes oder eines Motivs.

Briefmarken-Rundschau
Hauszeitung der Fa. Hantschk und Caha

Briefmarkenspiegel
eine Ausgabe des BriefmarkenspiegelDie Philatelistische Fachzeitschrift, welche auch mit BMS abgekürzt wird, erscheint einmal im Monat.








Briefmarkentrabant
BriefmarkentrabantDer abgebildete - mit Briefmarken verzierte - Trabant war bei der Ausstellung "Chemnitz '93" (Rang 3) zu sehen.






Briefumschlag
BriefumschlagEin Briefumschlag - auch Kuvert genannt - ist verschließbare rechteckige Papierhülle in die der Briefinhalt, meist eine Nachricht, eingelegt wird.

Briefstück
Postsendung stammender Teil mit (aufgeklebter) Frankatur und möglichst vollständigem Entwertungstempel.

Brieftauben
BrieftaubeDie Taubenpost ist die älteste Form des Nachrichtentransportes durch die Luft. Hinweise darauf finden sich seit der Antike. 1995 quittieren die letzten Brieftauben den Dienst in der Schweizer Armee.

Briefträger
Ist die Bezeichnung für Postboten im 18./19. Jahrhundert der Briefsendungen abtrug (zustellte). Ursprünglich erfolgte die Zustellung gegen "Botenlohn" oder "Bestellgeld" das zur Entlohnung der Briefträger verwendet wurde. Mit der Einführung regelmäßiger Postzustellung durch die Post wurde Briefträger zu meist fest besoldetem Beamten der unteren Laufbahn.

Briefverteilmaschine
Dient der schnelleren und leichteren Verteilung von Briefsendungen. Bei der halbautomatischen Briefmarkenverteilmaschine werden die Sendungen lesegerecht eingeführt, so dass die Verteilkraft entsprechend der Kennung (Siehe Postleitzahlen) der am Verteilplatz vorbeilaufenden Sendungen in die Abweisung der Sendungen in die Verteilfächer regelnden Relais fortlaufend eintasten kann.

British-Guiana 1 Cent
British GuianaSeltenste Briefmarke der Welt. Von dieser Ausgabe (schwarz auf karmin) ist nur noch ein Stück bekannt.

Erstausgabetag: 10. Februar 1856.


Bruttokatalog
Sammlerkatalog, der jedem Objekt einen relativen Preis zuordnet, der das Wertverhältnissen zu den anderen Objekten ausdrücken soll. Heute sind praktisch alle Briefmarken-, Münzen- und Telefonwertkartenkataloge Nettokataloge.

Brücke
1. Gestaltungselement beim Poststempel, er besteht aus zwei waagerecht parallel durch die Innenfläche des Stempels führenden Linien (Sehnen), auf denen oben oder/und unten ein Kreisbogen steht, der parallel zur Kreislinie der Stempeleinfassung verläuft.

2. Unbedruckte Verbindung (Zwischensteg) zwischen zwei Schalterbogen eines Druckbogens, die eigentlich beim Trennen der Bogen zerschnitten werden sollte, um für diese beiden benachbarten Bogen daraus die entsprechenden Bogenränder zu erhalten.

BSV
Briefmarkensammlerverein

Buchdruck
Vertreter der Hochdruckverfahren. Zu erkennen ist der Buchdruck an den scharfen Konturen und dem Abquetschen der Farbe nach den Rändern der druckenden Teile hin. Die Rückseite des Papiers zeigt eine leichte Prägung.

Buchenwaldblock
Sonderblock der Deutschen Post der DDR mit Zuschlag zugunsten der Nationalen Mahn- und Gedenkstätten.

Buchner, Prof. Sepp
Prof. Sepp Buchner, am 8. Juli 1921 in Erlach NÖ geboren, zählt zu den vielseitigsten Künstlern unserer Zeit. Sein Schaffen umfasst Sgraffiti, Fresken, Seccomalereien, Mosaike, Steinschnitte und Glasfenster ebenso wie Landschaftsmalereien, Aquarelle und Portraits.
In 21 Jahren hat die österreichische Post nicht weniger als 27 Briefmarken herausgegeben, für deren Entwurf Prof. Buchner verantwortlich zeichnet. Kurz vor seinem Tod erhielt er den Auftrag der Åländischen Postverwaltung, die Briefmarken 2000 Jahre Christentum (9.10.2000) zu gestalten. Dies ist die einzige ausländische Briefmarke die er gestaltet hat. Zusätzlich gehören auch viele Sonderpoststempel zu seinem Werk. Beinahe regelmäßig werden seine Briefmarken mit hohen Auszeichnungen geehrt. Ein sakrales Motiv, das anlässlich des 500-jährigen Bestehens des Pacher-Altars in St. Wolfgang entstand, wurde 1981 zur schönsten Briefmarke der Welt gekürt. Buchners Weihnachtsmarke 1995, mit der das 300jährige Jubiläum des Wallfahrtsortes Christkindl gefeiert wurde, errang 1996 in Berlin beim Weltkongress des staatlichen Briefmarkendrucker den 1. Preis.
Am 7. September 2000 starb Prof. Sepp Buchner überraschend im Alter von 79 Jahren.

Bug
Ist ein leichter Knick in der Marke, der das Papier nicht beschädigt hat. Den Knick kann man durch bügeln oder pressen entfernen.

Bulgarien
Briefmarke aus BulgarienVolksrepublik auf der Balkanhalbinsel. Eigene Briefmarkenausgaben seit der Unabhängigkeit 1878. Vorher zur Türkei gehörend. Bulgaria und Bulgarie findet man als Länderbezeichnung auf den Briefmarken.




Bundesdruckerei, Berlin
Im Besitz ist das Traditionsunternehmen "Apax Partners & Co", Übernahme 2001 der Bundesrepublik Deutschland (gehörte früher zu 100% das Unternehmen), mehr als 3500 Mitarbeitern , davon 2000 in Berlin, druckt für mehrere Länder mit Offset-Rotationsmaschinen - Einweihung des Maschinen mit einem Block für den Vatikanstaat (zeigt Bildnis von Papst Benedetto X|V und Wappen).

Bundespostmuseum
Am 24.08.1872 verfügte H. Stephan (siehe Stephan) die Gründung eines technischen Museums „Plan- und Modellkammer“, welches 1878 in Postmuseum bzw. Reichspostmuseum umbenannt wurde. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Sammlungsbestände aus Berlin verlagert, und 1958 erfolgte die Wiedereröffnung, jetzt Bundespostmuseum genannt, in Frankfurt am Main.

Buntfrankatur
Philatelistische Bezeichnung für eine Postsendung, die mit mindestens drei Marken verschiedener Wertstufen beziehungsweise Farben aus einem Satz freigemacht ist.

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